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Wie DMARC die E-Mail-Sicherheit effektiv stärkt 

Artikel

03.02.2026

Die E-Mail ist die Achillesferse der Cybersecurity, Spoofing und Phishing setzen hier gezielt an. Als effiziente Abwehrmaßnahme dient DMARC, um die Sicherheit für alle effizient zu verbessern, Risiken zu senken sowie die Reputation von Marken zu schützen. Doch bei der DMARC-Implementierung lauern gerade für KMUs einige Herausforderungen. 

Die Täter: Mit wenigen Klicks können Betrüger Ihre professionelle E-Mail-Adresse fälschen („Spoofing“) und Tausende von schädlichen Spam-Mails versenden. Sie sehen fast so aus, als kämen sie direkt von Ihrer Firma. 

Die Opfer: Ihre Geschäftspartner und Kunden erhalten diese Spam-Nachrichten, verlieren das Vertrauen in Ihre Marke und melden Ihre seriöse Domain als Spam-Schleuder. Damit sind auch Sie – und die Reputation Ihres Firmennamens – zum Opfer geworden.  

Eine effiziente Gegenmaßnahme bildet DMARC (Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance): Dieser Standard ist ein technischer Nachweis, der E-Mail-Domains klar mitteilt, welche Nachrichten echt sind, und alle gefälschten Botschaften noch vor der Zustellung aussortiert. Der Druck auf den Kanal steigt, denn 55 Jahre nach der ersten E-Mail ist das System das Rückgrat der globalen Kommunikation – und der beliebteste Hebel für Cyberkriminelle. Statistiken und Studien gibt es zuhauf, was das Problem aber nicht relativiert:  

  • Phishing-E-Mails sind die häufigste Form von Cyberangriffen. Laut TÜV-Cybersecurity-Studie 2025 waren 15 Prozent der Unternehmen im vergangenen Jahr Opfer eines erfolgreichen Cyberangriffs – ganze 84 Prozent der Vorfälle lassen sich auf Phishing zurückführen. 
  • Jeden Tag werden Milliarden von Spam-E-Mails versendet, 2022 machten Spam-E-Mails knapp die Hälfte aller versendeten E-Mails aus.
  • Gut fünf Prozent der Malware wird NICHT über E-Mails verbreitet.
  • Spoofing wird als eine Form von Social Engineering eingesetzt, um den Empfänger dazu zu verleiten, auf einen schädlichen Link zu klicken oder sensible Daten preiszugeben.
  • Künstliche Intelligenz wird zunehmend verwendet, um Phishing- und Spoofing-Angriffe professioneller und schwerer erkennbar zu machen.  

Die Wertschöpfungskette ist einfach: Betrüger können Absenderadressen nachahmen oder übernehmen („Spoofing“), um mit gezielten Botschaften sensible Daten zu stehlen („Phishing“), Rechnungen zu fälschen oder Malware zu übertragen („Ransomware“). Folgen sind teure Datenverluste und erhebliche Haftungsrisiken. Hinzu kommt, dass die Reputation der Marke beschädigt wird, wenn in seinem Domain-Namen schädliche Botschaften verschickt werden – gerade im Finanzbereich kann der Vertrauensverlust bei Kunden immens sein. 

Wie funktioniert DMARC? 

DMARC ist ein E-Mail-Authentifizierungsprotokoll, das auf den Standards SPF (Sender Policy Framework) sowie DKIM (DomainKeys Identified Mail) aufbaut. Seine Aufgabe ist, das Spoofing von E-Mails zu erschweren – also gefälschte E-Mails zu erkennen, die lediglich vorgeben, von einer bestimmten Domain zu stammen. Mit DMARC können Firmen eine Richtlinie (Policy) festlegen, wie E-Mails behandelt werden sollen, die diese Authentifizierung nicht bestehen: zurückweisen („reject“), in den Spam-Ordner verschieben („quarantine“) oder trotzdem zustellen („none“). Gleichzeitig liefert DMARC Reports, mit denen Domain-Inhaber Missbrauch schnell erkennen und stoppen können. 

Lücken trotz DMARC-Schutz 

Trotz seiner Relevanz verfügen laut Schätzungen weltweit immer noch 81 bis 84 Prozent aller Domainnamen, die für E-Mail-Kommunikation verwendet werden, über keinen gültigen DMARC-Eintrag. Dies lässt diese Marken ungeschützt gegen Spoofing und Phishing-Angriffe. Und von den Domains, die DMARC eingerichtet haben, nutzen viele nur die Monitoring-Richtlinie (p=none). Berichten zufolge haben 17,5 Prozent der Domains in Deutschland eine strenge Schutzrichtlinie (p=quarantine oder p=reject) aktiviert, die gegen Betrug vorgeht. Hinzu kommt die Abbruchquote durch die komplexe Einführung: Wir gehen davon aus, dass nur jedes dritte Unternehmen seinen DMARC-Implementierungsprozess vollständig zu Ende bringt. 

Business-Impact und Einsparungen durch DMARC 

DMARC ist nicht nur ein Sicherheitsprotokoll, sondern auch ein Tool zum Schutz der Geschäftsinteressen. Durch die Unterbindung von Domain-Spoofing können Unternehmen laut Berichten der Global Cyber Alliance bis zu 302.000 US-Dollar pro Jahr einsparen, da Phishing-Vorfälle und Reputationsschäden vermieden werden. Mit einer klaren Authentifizierung steigt zudem die Zustellrate (Deliverability Rate) seriöser E-Mails an, da diese nicht mehr fälschlicherweise als Spam eingestuft werden. Und alle Massenversender mit über 5.000 E-Mails pro Tag müssen inzwischen zwingend DMARC, SPF und DKIM implementieren. E-Mails, die diesen Standards nicht entsprechen, werden zunehmend verzögert, direkt blockiert oder landen im Spam-Ordner. 

Börsennotierte Unternehmen in den USA haben die Dringlichkeit erkannt: Der S&P 500 Index weist beispielsweise eine Durchsetzungsrate von über 73 Prozent (p=reject) auf, was den Goldstandard für Cybersicherheit im E-Mail-Verkehr markiert. Als Experten für Cybersecurity und virtuelle CISOs sehen wir jedoch, dass ein großer Teil der mittelständischen Unternehmen hierzulande beim Thema DMARC noch nicht ausreichend aufgestellt und damit verwundbar ist. Hinzu kommen typische Praxisfehler bei der Einführung. So unterschätzen viele IT-Manager die Komplexität der Materie und den Aufwand für die fortlaufende Anpassung an neue Kommunikationskanäle und Dienstleister. Falsch konfigurierte DNS-Einträge führen beispielsweise dazu, dass auch legitime Mails abgewiesen werden. Und halbherzige Implementierungen im „Monitoring-Modus“ eröffnen Angreifern willkommene Chancen.  

Die Vorteile von DMARC 

Unbestritten sind die Vorteile der Schutzmaßnahme:  

  1. Schutz vor Betrug und Datenverlust: Mit DMARC verhindern Sie effektiv, dass Fremde unter Ihrer Adresse betrügerische E-Mails verschicken.
  2. Höhere Zustellraten: DMARC sorgt für eine bessere Zustellbarkeit Ihrer Newsletter und Geschäftsmails – Ihre Botschaften landen beim Kunden, nicht im Spam-Ordner.
  3. Stärkeres Kundenvertrauen: Ihre Domain steht für Seriosität – das stärkt Ihre Kundenbeziehungen und Lieferantenbewertung.
  4. Haftungsrisiken senken: Cybersicherheits-Scorecard-Tools bewerten Sie positiv, wenn Sie DMARC implementiert haben. 

Bei Fragen zu DMARC kontaktieren Sie uns einfach unverbindlich über das Autorenprofil!  

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